Grossman ist nicht der erste Künstler, der sich der dramatischen Geschichte von Eva Panic-Nahir angenommen hat. In diesem Roman schildert er eine jugoslawisch-israelische Familiengeschichte, in der drei Frauengenerationen eine Rolle spielen, allen voran Eva, eine kroatische Jüdin, deren Eltern in Auschwitz ermordet wurden und die nach dem Krieg drei Jahre auf einer Gefangeneninsel in der Adria inhaftiert war. Zwischen Dokumentation und Fiktion schildert Grossman auch das Schicksal der Tochter Nina, die eltern- und schutzlos heranwuchs. Erst der Enkelin gelingt es viele Jahrzehnte später das Ungesagte in Worte zu fassen: Leid, Trauma, Liebe und Trauer. Geb., 352 S.